Livereview: Primal Fear - Rage
05.10.2002 Zeppelinhalle Kaufbeuren / D
By Markus R.
Rage
Zwei etablierte deutsche Metal Bands machten an diesem Abend Halt in der Zeppelinhalle in Kaufbeuren. Die Tour wurde als Co- Headliner Tour mit etwa identischen Spielzeiten angekündigt, wobei Rage die Opener-Rolle übernahmen. Kurz nach 20 Uhr wurde das Konzert mit "All I want" eröffnet. Peavy Wagner, Viktor Smolski und Mike Terrana hatten das Publikum schon nach kurzer Zeit fest im Griff und die Stimmung war richtig klasse! Die Set-Liste bestand etwa zur Hälfte aus Songs des aktuellen Rage- Albums "Unity" und natürlich altbekannten Klassikern. Positiv überrascht war ich, zu rage-pf4.jpg (11342 Byte)welcher Einheit die Band sich entwickelt hat. Als ich sie das letzte Mal live gesehen habe, war es doch eher so, dass drei hervorragende Musiker auf der Bühne standen, das Kollektiv untereinander aber irgendwie fehlte. Dies hat sich erkennbar geändert und die Stimmung in der Halle war auch dementsprechend gut. Was Mike an den Drums und Viktor an der Gitarre dann bei ihren Soli boten, ist schwer zu beschreiben und hinterliess einen bleibenden Eindruck. Auch Peavy war gut bei Stimme und der klare Sound in der Zeppelinhalle trug wesentlich dazu bei, dass daraus ein starker Gig wurde. Nach einer Zugabe verliess die Band dann gegen 21:30 Uhr die Bühne und verabschiedete sich von einem durchwegs positiv gestimmten Publikum.

Set-Liste: "All I want", "Paint the devil", "Insanity", "Back in time", "Down", "Set this world", "Straight to hell", "Unity", "Drum-Solo", "Cradle", "Lunatic", "Guitar-Solo", "Dies irae", "Winter", "Higher".


Primal Fear
Nach einer kurzen Umbaupause folgte die zweite Band des Abends: Primal Fear und zwar in der gleichen Besetzung wie bei ihrem Gastspiel vor einem Jahr auf der Tour mit Children of Bodom. rage-pf1.jpg (12248 Byte)Ralf Scheepers (v), Mat Sinner (b), Henny Wolter und Stefan Leibing (g), sowie Klaus Sperling an den Drums. Nach einem klasse Intro zu Beginn folgte eine bunte Mischung aus den vier PF- Alben ("Primal fear", "Jaws of death", "Nuclear fire" und "Black sun"). Zusätzlich spielte die Band Songs von Judas Priest ("Metal gods"), Sinner ("Born to rock") und von Henny Wolter's ehemaliger Band Thunderhead (aha, welchen denn? Ist nicht "One with the world" vielmehr ein Gamma Ray-Song? Der Lektor). Besonders gute Stimmung herrschte bei den "Mitsing-Songs" wie "Nuclear fire", "Living for metal" oder "Final embrace". Ralf bewies dabei einmal mehr, dass er einer der besten Metal-Sänger ist und trotz Stimmproblemen einen klasse Set hinlegen konnte. So wurde es eine solide Primal Fear-Show mit zahlreichen Licht- und Pyroeffekten. Etwas weniger an Lautstärke wäre aber oft mehr und angenehmer für das Publikum. Nach zwei Zugaben und etwa zwei Stunden Spielzeit (echt? Wow! der Lektor) verliessen Primal Fear die Bühne wieder.

Set-Liste : "Intro", "Chainbreaker", "Black sun", "Church of blood", "Mind control", "Running in the dust", "Under your spell ", "Silver and gold", "Eye of an eagle", "Nuclear fire", "Fear", "Tears of rage", "Armageddon", "Final embrace", "Angel in black", "Living for metal", "One with the world", "Born to rock", "Metal gods".